Presse

VN, Vorarlberger Nachrichten vom 5. August 2020


Eine Mischung aus digitalen und physischen Ereignissen bringt Terra Madre überall in der Welt!

Angesichts der jüngsten Pandemie hat Slow Food für Terra Madre eine sechsmonatige, sowohl digitale als auch physische Reise entworfen

22.07.2020 – Aufgrund der Corona-Pandemie hat Slow Food heute bei einer Pressekonferenz in Turin ein neues Konzept für die Umsetzung der größten internationalen Slow-Food-Veranstaltung Terra Madre Salone del Gusto vorgestellt. Dieses sieht ein am 8. Oktober beginnendes sechsmonatiges international und für jeden kostenlos verfügbares digitales Angebot sowie lokal basierte physische Events in den Regionen vor.

In Vorarlberg starten wir am Freitag, 9. Oktober mit einem slow food-Abend

„Alles von der Alp“ in Lingenau und Großdorf.  

Mit dem neuen Konzept reagiert Slow Food auf die aktuelle Covid-19-Pandemie, die eine Reise von Delegierten und Besucher*innen aus aller Welt nach Italien für Terra Madreunmöglich gemacht hat. Stattdessen macht der Verein aus der Not eine Tugend und nutzt die Chance, das Event-Programm durch digitale Formate Menschen aus aller Welt zugänglich zu machen und so auch Leute einzubeziehen, für die eine Reise zum Event nach Turin bisher nicht möglich war. Eine digitale Plattform steht Weltbürger*innen, sowie den Knotenpunkten des Slow-Food-Netzwerks und den Slow-Food-Partnern ab dem 8. Oktober mit spannenden Inhalten und zum Austausch zur Verfügung. Terra Madre endet im April 2021 mit dem Internationalen Slow-Food-Kongress, der voraussichtlich in Turin stattfinden wird.

Was ist neu an dieser Ausgabe von Terra Madre?

Dies wird die erste global stattfindende Ausgabe. Dank der zahlreichen Veranstaltungen auf der ganzen Welt wird dies die größte und umfangreichste Ausgabe sein, die es je gegeben hat mit fast 160 beteiligten Ländern, Teilnehmer*innen in allen Ecken der Welt und einem aus „Call to Actions“ bestehenden Mitmachangebot. Das Rahmenthema wird die anhaltende und durch das globale Lebensmittelsystem mitverursachte Klima- und Umweltkrise sein, da sie eine der größten Bedrohungen für die Zukunft der Menschheit darstellt. Einen thematischen Fokus werden mitunter die vier globalen Ökosysteme(Gebirgslagen, Gewässer, Tiefebenen und urbane Räume) und die damit verbundenen speziellen Herausforderungen, Lösungen und Möglichkeiten bilden.

Was ist das Thema dieser Ausgabe?

Veranstaltungsmotto ist Our Food, our Planet, our Future. (Unser Essen, unser Planet, unsere Zukunft). Die Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren, verarbeiten, vertreiben, konsumieren und verschwenden hat enorme Auswirkungen auf die Planetengesundheit und somit auch auf unsere Zukunft. Ziel von Terra Madre ist es, im globalen Dialog, Lösungen für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem zu definieren. Die weltweite Pandemie hat einerseits die Problemstellen hoch industrieller und globaler Lebensmittelketten deutlich gemacht und gleichzeitig in vielen Ecken der Welt, vor allem im globalen Süden, die Ernährungssicherheit noch weiter gefährdet. Die Slow-Food-Antwort darauf, wie man das Lebensmittelsystem krisenfest macht sowie allen Menschen den Zugang zu guten, sauberen und fairen Nahrungsmitteln für alle ermöglicht ist seit jeher der Erhalt der Biodiversität. Auch darum wird es bei Terra Madre gehen.

Digitale Plattform öffentlich zugänglich

Die Plattform wird völlig kostenlos sein, Besucher*innen benötigen lediglich eine Internetverbindung. Die Plattform wird eine breite Auswahl an Konferenzen, Webinaren, E-Learning-Kursen und Workshops anbieten. Zudem wird es einen Ausstellerbereich geben, den Produzent*innen zur Präsentation und zum Verkauf ihrer Produkte nutzen können.

Ergänzt wird die Plattform durch einen Premium-Bereich für die Presse und einen Business-to-Business-Bereich für Aussteller*innen. Die Inhalte werden in verschiedenen Sprachen zur Verfügung gestellt.

Vorschau einiger neuer Formate:

  • Food Talks → 15-minütige Vorträge zu spezifischen Themen und über die Zukunft, die wir wollen und brauchen. Gehalten werden diese von Gästen wie Landwirt*innen, Produzent*innen und Köch*innen, die uns ihre eigene Vision von Umwelt, Landwirtschaft und Ernährung darlegen.
  • How it’s made → Videos ermöglichen den Einblick hinter die Kulissen der Lebensmittelproduktions- und Verarbeitungsprozesse sowie Fischereitechniken.
  • Video-Serie → Jede der fünf Folgen widmet sich einem Kontinent und behandelt die für diesen speziellen geografischen Kontext wichtigen Themen wie z.B. die Klima- und Umweltkrise; Migration als Folge der Degradation natürlicher Ressourcen; Gleichheit, Inklusion und Gerechtigkeit; die Verwüstung des Amazonas-Regenwaldes und die Kämpfe der indigenen Völker um ihre Rechte.
  • Terra Madre World → Sie wollen wissen, was auf lokaler Ebene passiert? Ab September wird eine große Weltkarte erscheinen, die zeigt, wo Sie an physischen Slow-Food-Veranstaltungen vor Ort teilnehmen können.

Besondere Gäste bei Terra Madre

Von den Personen, die wir eingeladen haben, haben bereits die folgenden ihr Engagement bestätigt:

  • Sunita Narain. Indische Umweltschützerin und Aktivistin. Sie wurde 2016 vom Time Magazine in eine Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt aufgenommen.
  • Dan Barber. Chefkoch im Restaurant Blue Hill in Greenwich Village, New York, und Kolumnist der New York Times. Er schreibt über die Agrarrevolution.
  • Larissa Mies Bombardi. Professorin an der Universität von São Paulo. Ihre Schwerpunkte sind v.a. die Human- und Agrargeographie sowie der Einsatz von Pestiziden in Brasilien.
  • Fritijof Capra. Österreichischer Physiker, Wirtschaftswissenschaftler und Schriftsteller. Er hat sich mit nachhaltiger Entwicklung, Ökologie und der Komplexitätstheorie beschäftigt.
  • Dave Goulson. Professor für Biologie an der University of Sussex. Seine Spezialgebiete sind Ökologie und die Erhaltung von Insekten (mit Schwerpunkt Aussterben der Bestäuber).
  • Carolyn Steel. Britische Architektin und prominente Vertreterin des städtischen Ökosystems.
  • Paul Collier. Britischer Wirtschaftswissenschaftler und Professor für Wirtschaft und öffentliche Politik an der Blavatnik School of Government. Seiner Meinung nach muss der Kapitalismus, um zu funktionieren, notwendigerweise ethisch sein.
  • Franco Farinelli, ehemaliger Professor für Geographie an der Universität Bologna und Professor an den Universitäten Genf, Los Angeles (UCLA), Berkeley (UCB) und an der Sorbonne in Paris.

VIDEOs – Einige der Themen, die bei Terra Madre diskutiert stehen

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Slow Food: press@slowfood.it

Paola Nano +39 3298321285 – Giulia Capaldi +39 3428278485 –

Stadt Turin: Luisa Cicero +39 01101121932 – luisa.cicero@comune.torino.it

Region Piemont: +39 0114322549 – donatella.actis@regione.piemonte.it

Die Präsentation von Terra Madre Salone del Gusto 2020 steht hier zum Download bereit.

Eine Bilderauswahl der letzten Veranstaltung finden Sie hier.

Slow Food ist ein weltweites Netzwerk lokaler Gemeinschaften und wurde 1989 gegründet, um das Verschwinden lokaler Ernährungstraditionen aufzuhalten und um Fast Food und Fast Life entgegenzuwirken. Seitdem ist Slow Food zu einer globalen Bewegung angewachsen, die über eine Million Menschen in über 160 Ländern umfasst und sich dafür einsetzt, dass alle Menschen Zugang zu gutem, sauberem und fairem Essen haben. Slow Food ist die Dachorganisation, die die gesamte Bewegung anführt. 

Terra Madre Salone del Gusto ist eine Veranstaltung, die von der Stadt Turin, Slow Food und der Region Piemont in Zusammenarbeit mit MIPAAF (Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Forstpolitik Italiens) und MATTM (Ministerium für Umwelt, Land- und Meeresschutz) organisiert wird. Ermöglicht wurde sie dank der zahlreichen Sponsoren, darunter Agugiaro&Figna, Astoria, BBBell, Bormioli, Compagnia dei Caraibi, Lavazza, Liebherr, Pastificio Di Martino, Quality Beer Academy, San Bernardo, UniCredit. Mit Unterstützung der Compagnia di San Paolo, Fondazione Cassa di Risparmio di Torino, und Associazione delle fondazioni di origine bancaria del Piemonte. Mit dem Beitrag von IFAD und UE. In Zusammenarbeit mit SANA.


Neuer Vorstand bei slow food Vorarlberg:

Helmut Khüny (Frastanz) neuer slow food Präsident

Für die nächsten zwei Jahre hat slow food Vorarlberg ein neuer Vorstand. Zum Obmann wurde der Frastanzer Helmut Khüny gewählt.

Zu den Stellvertretern Brigitte Plemel und Daniel Mutschlechner. Kassier wurde wieder Peter Stöger. Wie bisher, sind wieder Wolfgang Ponier und Franz Abbrederis im Vorstand. Neu sind Andrea Sutterlüty, Doris Frick und Stefan Allgäuer im Vorarlberger Vorstand. Slow food Vorarlberg bedankt sich bei der bisherige Präsidentin Sabine Hackl-Schatzmann für die hervorragende Arbeit.

Präsident Khüny hat für die gut 100 Mitglieder in Vorarlberg umfangreiche Pläne. „ Gerade die heutige Zeit zeigt uns allen auf, dass die Zielsetzungen von slow food bereits vor gut 25 Jahren (Gründung) aktueller denn je sind. Heimische Lebensmittel, saisonal verwertet und zu fairen Bedingungen gegenüber den Produzenten sind nach Corona ein Gebot der Stunde“, so Khüny. Eine enge Kooperation zwischen Landwirtschaft, Lebensmittel-Produzenten, Köchen, Händlern und KonsumentInnen  ist eine der Zielsetzungen von slow food.  Immer mehr Gastronomen entdecken diese Philosophie und setzen sie auch konkret um. Gerade kürzlich wieder beim Rankweiler „slow food Spaziergang“.

Die Förderung und Erhaltung alter Sorten ( Tierrassen, Getreidearten, Obstsorten, Gemüsesorten, etc.) und die Bewahrung von bodenständigen Rezepturen sind weitere Schwerpunkte von slow food, so Khüny.

Slow food ist eine internationale Vereinigung mit Hauptsitz im italienischen Piemont mit über 120.000 Mitgliedern. Gerade diese Internationalität drückt sich auch in wichtigen und wertvollen Initiativen in Ländern mit Lebensmittelknappheit ( z.B. Afrika) aus. Viele neue Gärten entstehen in diesen Ländern, unterstützt und gefördert von slow food int. Präsident Khüny abschließend“ Bei uns kann jede Person, die diese Zielsetzungen unterstützt, Mitglied werden“.

Nähere Informationen: www.slowfoodvorarlberg.at

 

 

Der neue slow food-Vorstand Vorarlberg von links nach rechts: Andrea Sutterlüty, Wolfgang Ponier, Dors Frick, Peter Stöger, der neue slow food-Präsident Helmut Khüny, Stefan Allgäuer, Brigitte Plemel und Franz Abbrederis

Nicht im Bild: Karin Kargruber und Daniel Mutschlechner

Photo: D. Mathis/slow food


Applaus für das Küchenteam, das ein Menü kreierte, das auf die Zutaten Kaffee und Schokolade gesetzt hat.  slow food

Götzis, Dass man mit dem Schwerpunkt „Kaffee & Schokolade“ ein ganzes Menü kochen kann, bewies kürzlich das Küchenteam im Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast auf einer Slow-Food-Veranstaltung. 70 Gäste, die von Hausherr und Slow-Food-Vizepräsident Daniel Mutschlechner begrüßt wurden, ließen sich das von den Genußmitteln inspirierte Menü des Arbogaster Küchenteams rund um Küchenchef Simon Gamper schmecken. Moderiert wurde der Abend von Angelika Stöckler. Neben dem Menü präsentierte das Schokomeister-Team Kombächer und Fäßler Schokoladeprodukte und ein kolumbianischer Arabica-Kaffee wurde von Manfred Stemmer und dem Team der Rösterei Kaffeebohne vorgestellt.

Vorarlberger Nachrichten, 11.3.2020


Motor und Freizeit März/April 2020


Slow food Vorarlberg bei Jubiläumsveranstaltung

„20 Jahre slow food Ostschweiz“

Kürzlich fand im historischen slow food-Gasthaus Rössle im Toggenburgischen Mogelsberg die Jubiläumsveranstaltung „20 Jahre slow food Ostschweiz“ statt.

Als Vertreter Vorarlbergs war dort Vorstandsmitglied   Franz Abbrederis mit dabei und überbrachte die Glückwünsche des befreundeten Conviviums Vorarlberg. Er betonte dabei die gute Zusammenarbeit dieser beiden benachbarten Gruppen.

So findet zum Beispiel wieder Ende August das beliebte slow food-Bodenseepicknick aller drei Anrainerländer um den Bodensee statt. Die bisherige Präsidentin von slow food Ostschweiz Silvia Nigg wurde für die nächsten drei Jahre einstimmig wieder gewählt.

Vor 20 Jahren war der Startschuss für eine der erfolgreichsten kulinarischen und kulturellen Vereinigungen der Schweiz im benachbarten St. Gallen und Thurgau gesetzt. Gegründet als Bollwerk für das Recht auf Genuss, den kulturellen Wert der lokalen Küchen und um sich dem Fast-Life entgegenzusetzen, gehört der Verein Slow Food heute zu den wichtigsten internationalen Akteuren gegen das Aussterben Tausender Tierrassen und Pflanzenarten. Diese Entwicklungen, die 1996 mit der Entstehung der „Arche des Geschmacks“ begannen, können inzwischen auf ein weltweites Netzwerk aus über einer Million Aktivisten und Freunde  zählen: Landwirte, Tierzüchter, Gastwirte, Fischer, Köche, Lebensmittelhandwerker und BürgerInnen setzen sich gemeinsam dafür ein, dass das Recht auf gute saubere und faire Lebensmittel für alle gefördert wird. Der Vertreter Vorarlbergs Abbrederis betonte diese wichtigen Zielsetzungen bei dieser Jubiläumsveranstaltung in der Ostschweiz.

Bildergebnis für slow food vorarlberg vn VN, 27. Juni 2019


30 Jahre Slow Food international – gut 20 Jahre Slow Food Vorarlberg

Der 10. Dezember 1989 war es, als das Gründungsmanifest von Slow Food in der Pariser Opera Comique unterzeichnet wurde. Damit war der Startschuss für eine der erfolgreichsten kulinarischen und kulturellen Vereinigungen der Welt gesetzt. Carlo Petrini, der damalige erste Präsident steht heute noch dieser weltweiten Vereinigung vor.

Gegründet als Bollwerk für das Recht auf Genuss, den kulturellen Wert der lokalen Küchen und um sich dem Fast-Life entgegenzusetzen, gehört der Verein Slow Food heute zu den wichtigsten internationalen Akteuren gegen das Aussterben Tausender Tierrassen und Pflanzenarten. Diese Entwicklungen, die 1996 mit der Entstehung der „Arche des Geschmacks“ begannen, können inzwischen auf ein weltweites Netzwerk aus über einer Million Aktivisten und Freunde  zählen: Landwirte, Tierzüchter, Gastwirte, Fischer, Köche, Lebensmittelhandwerker und BürgerInnen setzen sich gemeinsam dafür ein, dass das Recht auf gute saubere und faire Lebensmittel für ALLE gefördert wird.

Auch in  Vorarlberg  gibt es ein aktives Convivium