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Vom 6. bis 8. Mai besuchten 17 slowfood Mitglieder
die Veranstaltung "slowfish" in Genua. Wir
trafen uns am Sonntag dem 6. Mai um 8 Uhr in Röthis
zur Bildung von Fahrgemeinschaften. Um 13 Uhr erreichten
wir Gavi im südlichen Piemont und bezogen unsere
Hotelzimmer. Nach einem individuellen Bummel durch Gavi
und dem einen oder anderen Mittags-Snak besuchten wir
nach kurzer Fahrt durch die Weinberge das Weingut Nicola
Bergaglio. Wir wurden sehr gastfreundlich Empfangen
und nach einer Weinbergswanderung und Kellerbesichtigung
verkosteten wir die exzellenten Weißweine dieses
führenden Winzers.
Am Nachmittag besuchten wir die Konditorei Traverso,
welche ganz ausgezeichnete Amaretti morbidi produziert.
Am Abend speisten wir exzellent in der Cantine del
Gavi, dem führenden Restaurant des Ortes. Auf umfangreiche
Vorspeisen wie Salumi della Casa sowie Artischockentörtchen
folgte ein Reigen von Primi wie "Risotto al Gavi"
und "Ravioli al Pesto e Carne". Die Hauptspeise
bildete ein auf der Zunge zergehenes Filet vom Fassona
Rind. Auch der Wein, die Dolci und der Grappa waren
vorzüglich. Zum krönenden Abschluß führte
uns der Padrone in seinen Weinkeller, in dem unschätzbare
Juwelen aus dem Piemont und dem übrigen Italien
lagern. (Foto 2238)
Am Montag dem 7. Mai fuhren wir in Fahrgemeinschaft
mit zwei Kleinbussen nach Genua zur "slowfish".
Die Messe war sehr ansprechend gestaltet. Zahlreiche
Informationsstände gaben Auskunft über die
Fischerei. Daneben fanden sich auch unzählige Präsentationsstände
lokaler Fischer mit Frischfisch.
Zahlreiche Produzenten präsentierten konservierte
Fischprodukte: von mariniertem Oktopus über Bottarga
(geräucherter und getrockneter Fischrogen) bis
zu Käse mit Algen blieb kein kulinarisches Highligt
offen. Die umfangreichen Verkostungsmöglichkeiten
an den jeweiligen Ständen waren in Summe mehr als
ein Mittagessen. Slowfood präsentierte an seinem
Stand ein umfangreiches Literaturangebot. Einige unserer
Reiseteilnehmer genossen im Freigelände eine Zigarrenverkostung
von "Toscani" mit exzellentem Rum. Auch das
handrollen von Zigarren wurde am Stand demonstriert.
Nach dem Messebesuch fuhren wir in den Hafen von Genua,
wo wir das Aquarium besuchten. Von zahlreichen Tropenfischen
über Meeresschildkröten, Haifischen bis hin
zum spektakulären Mondfisch ist dort alles vertreten,
was uns Älpler in Erstaunen versetzt. Auch die
räumliche Gestaltung des Aquariums ist auf höchstem
internationalen Niveau und kann in Worten kaum widergegeben
werden. Der Besuch war jedenfalls thematisch zur slowfish
passend und für alle ein höchst eindrucksvolles
Erlebnis.
Nach dem Besuch des Aquarium blieb noch Zeit für
einen Bummel durch die Altstadt von Genua. Wir schlenderten
durch die Hafenarkaden "Portici" zur Kathedrale
S. Lorenzo, dann zu den Case Doria mit der Kirche S.
Matteo und einem reizvollen Kreuzgang. Nach einer Stärkung
auf der mondänen Piazza de Ferrari führte
uns der Weg durch die Prachtstraße Via Garibaldi
und danach durch enge Gassen zurück zum Hafen.
Zum Abendessen fuhren wir in den südlichen Stadtteil
von Genua Richtung Nervi. Im Lokal La Bigoncia trafen
wir uns bei typisch genuesischen Gerichten mit den Leuten
vom slowfood Convivium Genua, welche uns zum Abendessen
auf die Getränke einluden. Zu später Sunde
brachten uns unsere Fahrer Peter und Christoph nach
einstündiger Rückfahrt wieder gut nach Gavi
in unserer Hotel zurück.
Am Dienstag dem 8. Mai hieß es wieder die Heimreise
anzutreten. Allerdings nicht ohne ein paar Progammpunkte.
Um 11 Uhr besuchten wir das Weingut Dessilani in Fara.
Nach einer Besichtigung der Kellerei und der Weinberge
bereitete uns Enzio Luca eine exzellente Mittagsjause
mit Salami lokale, Gorgonzola dolce und pikante zu.
Die ausgezeichneten Weine dieses führenden Winzers
der Region begleiteten die Mittagsjause und wir hatten
alle Mühe, unseren Zeitplan einzuhalten - auf gut
vorarlbergerisch "mir wärand fascht verhockat".
Nach dem Besuch bei Dessilani erreichten wir nach kurzer
Fahrt Arona, wo wir den Käseaffineur Guffanti besuchten.
Was sich in seinen "Hallen" verbirgt, ist
de facto eine Auflistung aller in Italien produzierten
Käse von Sizilen bis zu den Alpen und sucht hinsichtlich
Qualität und Dimension seines Gleichen. Neben Jahrgansparmesan
bis 1996 (!!!!!) lagern in perfekten Kühlkellern
Provolone, Gorgonzola, Pecorino, Bittu und zahlreiche
andere Käsesorten. In den Kühlzellen für
Frischkäse findet sich eine Auswahl an Ziegenkäse,
Mozzarella, Taleggio usw, so dass jedem Käseliebhaber
so warm ums Herz wird, dass die 4 Grad im Kühlraum
selbst im sommerlichen T-shirt nicht bemerkt werden.
Bevor man verrückt wird, hat man solche Gourmettempel
raschestmöglich wieder zu verlassen, und so führte
uns die restliche Fahrt entlang des Lago Maggiore -
mit dem einen oder anderen Einkehrschwung - wieder gut
nach Hause. Für alle Teilnehmer war diese Reise
sehr eindrucksvoll und vor allem beim Rahmenprogramm
eine Tour abseits der üblichen touristischen Trampelpfade.
So mancher Reiseteilnehmer bestätigte den positiven
Eindruck mit den Worten "Wiso kennt des neamad?"
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