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Slow Food Reise nach Genua zur Slow Fish - 5. bis 8. Mai 2007

 

Vom 6. bis 8. Mai besuchten 17 slowfood Mitglieder die Veranstaltung "slowfish" in Genua. Wir trafen uns am Sonntag dem 6. Mai um 8 Uhr in Röthis zur Bildung von Fahrgemeinschaften. Um 13 Uhr erreichten wir Gavi im südlichen Piemont und bezogen unsere Hotelzimmer. Nach einem individuellen Bummel durch Gavi und dem einen oder anderen Mittags-Snak besuchten wir nach kurzer Fahrt durch die Weinberge das Weingut Nicola Bergaglio. Wir wurden sehr gastfreundlich Empfangen und nach einer Weinbergswanderung und Kellerbesichtigung verkosteten wir die exzellenten Weißweine dieses führenden Winzers.

Am Nachmittag besuchten wir die Konditorei Traverso, welche ganz ausgezeichnete Amaretti morbidi produziert.

Am Abend speisten wir exzellent in der Cantine del Gavi, dem führenden Restaurant des Ortes. Auf umfangreiche Vorspeisen wie Salumi della Casa sowie Artischockentörtchen folgte ein Reigen von Primi wie "Risotto al Gavi" und "Ravioli al Pesto e Carne". Die Hauptspeise bildete ein auf der Zunge zergehenes Filet vom Fassona Rind. Auch der Wein, die Dolci und der Grappa waren vorzüglich. Zum krönenden Abschluß führte uns der Padrone in seinen Weinkeller, in dem unschätzbare Juwelen aus dem Piemont und dem übrigen Italien lagern. (Foto 2238)

Am Montag dem 7. Mai fuhren wir in Fahrgemeinschaft mit zwei Kleinbussen nach Genua zur "slowfish". Die Messe war sehr ansprechend gestaltet. Zahlreiche Informationsstände gaben Auskunft über die Fischerei. Daneben fanden sich auch unzählige Präsentationsstände lokaler Fischer mit Frischfisch.

Zahlreiche Produzenten präsentierten konservierte
Fischprodukte: von mariniertem Oktopus über Bottarga (geräucherter und getrockneter Fischrogen) bis zu Käse mit Algen blieb kein kulinarisches Highligt offen. Die umfangreichen Verkostungsmöglichkeiten an den jeweiligen Ständen waren in Summe mehr als ein Mittagessen. Slowfood präsentierte an seinem Stand ein umfangreiches Literaturangebot. Einige unserer Reiseteilnehmer genossen im Freigelände eine Zigarrenverkostung von "Toscani" mit exzellentem Rum. Auch das handrollen von Zigarren wurde am Stand demonstriert.

Nach dem Messebesuch fuhren wir in den Hafen von Genua, wo wir das Aquarium besuchten. Von zahlreichen Tropenfischen über Meeresschildkröten, Haifischen bis hin zum spektakulären Mondfisch ist dort alles vertreten, was uns Älpler in Erstaunen versetzt. Auch die räumliche Gestaltung des Aquariums ist auf höchstem internationalen Niveau und kann in Worten kaum widergegeben werden. Der Besuch war jedenfalls thematisch zur slowfish passend und für alle ein höchst eindrucksvolles Erlebnis.

Nach dem Besuch des Aquarium blieb noch Zeit für einen Bummel durch die Altstadt von Genua. Wir schlenderten durch die Hafenarkaden "Portici" zur Kathedrale S. Lorenzo, dann zu den Case Doria mit der Kirche S. Matteo und einem reizvollen Kreuzgang. Nach einer Stärkung auf der mondänen Piazza de Ferrari führte uns der Weg durch die Prachtstraße Via Garibaldi und danach durch enge Gassen zurück zum Hafen.

Zum Abendessen fuhren wir in den südlichen Stadtteil von Genua Richtung Nervi. Im Lokal La Bigoncia trafen wir uns bei typisch genuesischen Gerichten mit den Leuten vom slowfood Convivium Genua, welche uns zum Abendessen auf die Getränke einluden. Zu später Sunde brachten uns unsere Fahrer Peter und Christoph nach einstündiger Rückfahrt wieder gut nach Gavi in unserer Hotel zurück.

Am Dienstag dem 8. Mai hieß es wieder die Heimreise anzutreten. Allerdings nicht ohne ein paar Progammpunkte. Um 11 Uhr besuchten wir das Weingut Dessilani in Fara. Nach einer Besichtigung der Kellerei und der Weinberge bereitete uns Enzio Luca eine exzellente Mittagsjause mit Salami lokale, Gorgonzola dolce und pikante zu. Die ausgezeichneten Weine dieses führenden Winzers der Region begleiteten die Mittagsjause und wir hatten alle Mühe, unseren Zeitplan einzuhalten - auf gut vorarlbergerisch "mir wärand fascht verhockat".

Nach dem Besuch bei Dessilani erreichten wir nach kurzer Fahrt Arona, wo wir den Käseaffineur Guffanti besuchten. Was sich in seinen "Hallen" verbirgt, ist de facto eine Auflistung aller in Italien produzierten Käse von Sizilen bis zu den Alpen und sucht hinsichtlich Qualität und Dimension seines Gleichen. Neben Jahrgansparmesan bis 1996 (!!!!!) lagern in perfekten Kühlkellern Provolone, Gorgonzola, Pecorino, Bittu und zahlreiche andere Käsesorten. In den Kühlzellen für Frischkäse findet sich eine Auswahl an Ziegenkäse, Mozzarella, Taleggio usw, so dass jedem Käseliebhaber so warm ums Herz wird, dass die 4 Grad im Kühlraum selbst im sommerlichen T-shirt nicht bemerkt werden.

Bevor man verrückt wird, hat man solche Gourmettempel raschestmöglich wieder zu verlassen, und so führte uns die restliche Fahrt entlang des Lago Maggiore - mit dem einen oder anderen Einkehrschwung - wieder gut nach Hause. Für alle Teilnehmer war diese Reise sehr eindrucksvoll und vor allem beim Rahmenprogramm eine Tour abseits der üblichen touristischen Trampelpfade. So mancher Reiseteilnehmer bestätigte den positiven Eindruck mit den Worten "Wiso kennt des neamad?"

   

  




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