Kulinarische Empfehlungen Bezirk Bregenz

Gasthaus Fischerheim am Schleienloch

6971 Hard, Am rechten Rheindamm 60, Tel. +43 (0)5574 78220
www.fischerheim.at

Wenn man das Wort „Fischerheim“ hört, denkt man automatisch an ein aus Holz zusammengewerktes Vereinsheim der Fischer. Ganz so ist es nicht beim kulinarischen Geheimtipp ganz in der Nähe des Bodensees. Die Anfahrt ist zwar nicht ganz einladend, entlang von Kieswerken fährt man entlang des Rheindammes in Richtung See. Dann ein großer Parkplatz und jetzt: ein Kleinod, mitten im Grünen. Bei schönem Wetter ist das Freie eindeutig zu bevorzugen. Die Innenausstattung ist einfach, umso besser das Essen.

PLEIFERS engel

6971 Hard, Landstraße 1
T +43 (0)5574 20 768
info@pleifersengel.at

Der „Engel“ steht bereits über 400 Jahre mitten im Dorf und war früher ein Gerichtsgebäude. Die vor einigen Jahren vorgenommene Renovierung kann als gelungen bezeichnet werden.

Was sagt der Chef und Küchenleiter auf der Speisekarte über sein Gasthaus: »Du bist, was du isst, sagt eine alte Volksweisheit. Aus persönlicher Überzeugung haben für mich regionale und saisonale Produkte oberste Priorität. Vorarlberg und die Genussregion Bodensee bieten eine Fülle an gesunden und frischen Lebensmitteln, produziert von Bauern aus Leidenschaft.“ Und dies sieht man auch bei der nicht allzu großen Speisekarte und der Kreidetafel mit den Tagesempfehlungen. Schwerpunkt ist eindeutig der Bodenseefisch, der täglich frisch vom nahen Bodensee geliefert wird.

Im Suppenbereich ist die Tafelspitzbrühe mit diversen Einlagen (Kräuterflädle, Tiroler Knödel oder Milzschnitten) das Hauptangebot. Die Klassiker des aus Tirol stammenden Küchenchefs Pleifer sind der Tafelspitz vom heimischen Weiderind und ein Zwiebelrostbraten mit Speckbohnen und Bratkartoffel. Mit besonderer Liebe widmet sich die Küche den frischen Innereien, wie z.B. den gerösteten Lebern von  der Harder Pute mit hausgemachtem Kartoffelpüree oder Beuschel vom Bio-Kalb mit Knödel. Eine Besonderheit ist sicherlich der kross gebratene Duroc-Schweinebauch vom Nachbarschaftsort Wolfurt mit Kartoffel und Wirsinggemüse oder das rosa gebratene Lammhuft mit Riebelgries-Sandwich. Das Saisonale wird in diesem Haus konsequent umgesetzt. So gibt es eine eigene Spargelkarte zur aktuellen Spargelzeit vom Bodenseeufer, ebenso Bärlauchzeit, etc. Auch die vegetarischen Gerichte sind verlockend: Der Klassiker im Ländle, Käsknöpfle  mit Kartoffelsalat und Apfelmus oder Spinatknödel auf Gemüsebeet mit Vlbg. Bergkäse überbacken. Im süßen Bereich sind die diversen Strudelvarianten oder ein Parfait von Kürbiskernen zu empfehlen. Das täglich wechselnde 3-gängige Mittagsmenü verspricht ebenso einige gute Speisen.

Gasthaus Maurachbund

6900 Bregenz, Maurachgasse 11
Tel. +43 (0)5574 45029
www.maurachbund.at

Die Geschichte in diesem ältesten Gasthaus der Landeshauptstadt geht weit in das 13. Jahrhundert zurück. Man sieht dies schon an den alten, schweren Balkendecken. Vor wenigen Jahren ist dieses Haus liebevoll und mit viel Gefühl restauriert worden. Eine kleine, aber feine Terrasse lädt an lauen Sommertagen ein. Erfreulich ist, dass die meisten heimischen Lieferanten genau angeführt sind.

Heimo Huber, der Chef und Küchenmeister dieses Hauses ist in ganz Österreich und darüber hinaus kein Unbekannter. Viele Jahre leitete er eine international anerkannte Gourmet-Küche im Deuring-Schlössle wenige Meter vom Maurachbund entfernt,  mit vielen hohen Auszeichnungen. Umso erfreulicher ist es, dass er sich nach der Schließung dieses  Gourmet-Tempels voll und ganz auf das kleine und feine Gasthaus „Maurachbund“ konzentriert. Eine große Karriere hat Huber hinter sich. Nur einige Namen: Harry`s Bar in Venedig, Taillevent in Paris, bei seinem Landsmann Witzigmann in München, etc.  Jetzt ist er aber wieder zur traditionellen heimischen Küche zurückgekehrt.
Die Speisekarte wechselt immer wieder, je nach Saison. Gut ist bei den Vorspeisen der Vorspeisen-Variantenteller mit selbstgemachter Hirschwurst, eingelegtem Kürbis, etc.

Bei den Suppen ist die tomatisierte Bodensee-Fischsuppe ein absoluter Renner. Gut auch die paprizierte Krautsuppe mit Vorarlberger Speck oder die Rindssuppe mit Leberknödel. Neben mehreren klassischen Schnitzelvarianten sollte das gekochte Hüferschwanzerl mit Cremespinat, Rösti und Schnittlauchsauce probiert werden. Auch gut: Muskatkürbis-Risotto mit Kernöl und gerösteten Kernen. Im Herbst ist natürlich Wild aus den heimischen Wäldern das Hauptthema. So z.B. ein Hirschrückensteak mit Speckpilzen oder ein Saltimbocca von der Hirschkalbkeule mit Schupfnudeln oder ein Ragout vom Hirschkalb mit Speckknödel.
Heimo Huber war immer schon ein Fisch-Spezialist. Der Bodensee lässt grüßen. Hier sollte erwähnt werden: Bodensee- Fischfilets in Bierteig gebacken mit  Sauce Tatar, oder Bodenseefelchen-Filet in Kartoffel-Selleriekruste, Zucchini und Tomaten-Kräutersalsa.

Gasthaus Kornmesser 

6900 Bregenz, Kornmarktstraße 5
Tel. +43 (0)5574 54854
www.kornmesser.at

Eingebettet in zwei wunderbare, moderne Museen inmitten der Landeshauptstadt steht ein historisches Barockhaus, das Kornmesser. Ein fast schon 300-Jahre altes Gebäude, das an der neu und sehr vorteilhaft gestalteten Fußgängerzone beim Kornmarkt liegt. Die darin befindliche Gaststätte hat auch schon viele Jahre ihre Stammgäste. Vor einigen Jahren wurde dieses Haus vom Augustinerbräu aus München gekauft. Man spürt es gleich an derbayrischen  Bierkarte.

Die Speisekarte verrät, dass hier gutbürgerlich gekocht wird und vor allem den heimischen Grundnahrungsmitteln der Vorzug gegeben wird. Je nach Saison wird die Karte der Jahreszeit angepasst. Ist im Herbst das Wild Trumpf, ist im Frühling der Bodensee-Spargel mit bis zu 8 verschiedenen Kreationen ein Schwerpunkt.

Stichwort Bodensee: Natürlich gibt es auch eine gute Auswahl an Fischgerichten, allen voran das Saiblings- oder Forellenfilet mit Kartoffel-Gurkensalat.

Bei den Suppen verspricht die Bärlauchcreme-Suppe nicht zu viel. Auch die frisch gemachte Kräuterflädle-Suppe ist gut.  Als Vorspeise ist ein heimisches Goaßkäsle (Ziegenkäse) eingelegt mit Gurken zu empfehlen.

Eine vielbestellte und in dieser Region im Westen Österreichs eher selten auf einer Speisekarte stehende Speise ist das leicht gesurte Winzerschnitzel mit Preiselbeeren. Der klassische Tafelspitz mit Spinat und Bratkartoffel steht ebenso auf der Karte wie ein Lammgröstl mit Zucchini und Knoblauchsaft. Ein Kartoffel-Lauchstrudel wartet auf die fleischlose Kundschaft. Bayern ist gleich um die Ecke und die Besitzer sind, wie bereits erwähnt, auch Bayern. Darum stehen natürlich die legendären Weißwürste mit klassischem Süßsenf und Laugenbrezel im Angebot. Interessant auch die „Käsdönnala“, eine Spezialität aus dem nahen Lustenau. Es ist dies eine Käsetorte mit viel Zwiebel. Ein frischer Weißwein ist das ideale Getränk dazu.

Einige österreichische Klassiker warten im Dessertbereich auf Gäste. Die Palatschinken mit selbstgemachter Marillenmarmelade oder ein Kaiserschmarren mit Zwetschgenröster sind ebenso auf der Karte wie gratinierte Bodensee-Erdbeertörtchen, frischer Apfelstrudel, ein Zitronensorbet

„Goldener Hirschen“

6900 Bregenz, Kirchstraße 8
www.hotelweisseskreuz.at

Der „Goldene Hirschen“ hat schon viele Jahre „auf seinem Buckel“, ist also ein wirkliches Traditionsgasthaus im Herzen der Landeshauptstadt Vorarlbergs. Und so ist auch die Architektur. Er wurde vor wenigen Jahren sehr liebevoll restauriert. Im oberen Stock sind sehenswerte kleine Gasträume geschaffen worden. Die Küche ist jedoch seit Jahren konstant gleich gut geblieben. Eine typisch Österreichische Küche. Dabei ist das in Vorarlberg einmalige Rindfleischangebot in den verschiedensten Varianten zu erwähnen. Serviert mit Spinat und Röstkartoffel schmecken das magere Meisel oder der klassische Tafelspitz sehr gut. Das Fleisch wird im Suppentopf  mit Markscheibe und Apfelkren serviert. Auch das Tellerfleisch oder das Kesselfleisch mit Sauerkraut  sollten erwähnt werden. Darüber hinaus gibt es gleich mehrere Schnitzelvarianten, wie das typische Wiener Schnitzel, natürlich mit Kalbfleisch. Die Hirschen-Klassiker, wie Rindersaftgulasch mit Knödel oder Knöpfle und Schweinebraten mit Kümmel-Biersauce stehen ebenso auf der Karte.  Erwähnenswerte ist das relativ große Angebot an vegetarischen Gerichten, wie z.B. Vorarlberger Käsknöpfle mit einer ausgezeichneten Käsemischung oder Kärntner Kasnudeln nach Original-Rezept. Küchenchef Harald Fink legt auch viel Wert auf gute Desserts, wie zum Beispiel Marmelade-Palatschinken, Marillenknödel oder ein warmer Schokoladekuchen.

An Werktagen wird ein gutes Mittagsmenü mit sehr moderaten Preisen angeboten.

Die Weinkarte passt zu den Speisen: Österreich ist hier Trumpf.

Tipp: Nur wenige Gehminutenentfernt gibt es das „Fredys Käslädele“ mit einem ausgezeichneten Käseangebot. (Deuringstr. 9)

Fränzle`s

6972 Fußach, Schanz 40,  Tel. +43(0)6649110462
www.fraenzles.at

Wenn das Familienoberhaupt seit Generationen Franz heißt, ist das entweder ein Zeichen tief verwurzelter Tradition und geniales Marketing. Schließlich muss das Bistro am Hafen so nie den Namen wechseln, nur weil eine  Generationenübergabe bevorsteht.

Seit bald 100 Jahren fährt die Familie Blum täglich zum Fischen auf den Bodensee. Neben dem gut sortierten Fischhandel, der sowohl Frischfisch als auch selbstgeräuchertes verkauft, ist ein kleines Bistro angesiedelt.

Bregenzerwald:
Gasthaus Alte Mühle

6867 Schwarzenberg, Dorn 138, Tel. +43 (0) 5512 3780
http://www.alte-muehle.cc ; office@alte-muehle.cc

Marietta Wilds Alte Mühle in Schwarzenberg ist schon seit Jahren eines der guten Lokale im Bregenzerwald. Die kleine ehemalige Mühle steht sehr romantisch an einem kleinen Bach. Vom Parkplatz kommend muss man über einen Holzsteg selbigen überqueren und kommt in den großen Garten, der sehr einladend ist. Geht man ins Haus rein, kann man zuerst einen Blick in den netten Weinkeller im Gewölbe reinwerfen. Danach betritt man den Speiseraum mit dem großen Ofen, mit einer geschmackvollen Möblierung aus alt und neu.

In der kleinen Küche arbeitet nebst der Besitzerin auch deren Sohn Oliver Wild, der auch die seit Generationen überbrachten Rezepte meisterlich kocht. So werden vor allem einheimische Produkte verwendet, die auch den Saisonen entsprechen. In der Alten Mühle werden aber nicht nur die Edelteile verarbeitet, auch Innereien sind über die Grenzen bei den Wilds bekannt. Im Herbst findet man viele Wildgerichte, so auch ein fantastisches Bries vom Hirschkalb auf Salaten oder feines Rehrücken mit Schupfnudeln und Steinpilzen. Im Sommer findet man feine Nüdele auf Kürbisragout oder ein Saibling mit Bohnen-Pfifferling-Gemüse und hausgemachten Kräternudeln, ein Rindsfilet mit Kartoffelgratin oder feine Saltinbocca. Anschließend mundete eine Tonkabohnen Crème Brulée oder eine feine Joghurtmousse mit Waldfrüchten. Auch selbstgemachte Kuchen stehen zur Auswahl, sowie gut gereifte Käsevariationen.

Die Weinauswahl ist recht beachtlich, die zum Offenausschank angebotenen Weine übersichtlich im Gastraum zur Schau gestellt.

Das schönste an der Alten Mühle in Schwarzenberg ist es jedoch, an einem schönen Abend im Garten mit dem kleinen Teich und das Rauschen des Baches und der nahen Bäume zu hören. Denn wo sonst kann man fast in einer Blumenwiese speisen?

Gasthof Hotel Adler

6842 Krumbach, Dorf 5
Tel. +43 (0) 5513 81560
www.adler-krumbach.at; mail@adler-krumbach.at

Krumbach ist seit Jahren sinnbildlich für gute Küche im Bregenzerwald. In keinem Dorf dieser Gegend ist die Dichte an guter Gastronomie so groß. Und dies trifft auch für den Adler zu, gelegen am Hauptplatz, traditionell, klassisch, und doch nicht alt aussehend. Die geschindelte Fassade strahlt eine gewisse Eleganz aus. Der Gasthof Adler zeigt auch die Bodenständigkeit dadurch, dass er einer der Moorwirte in Krumbach ist. Die Moorwirte bekennen sich zu den Produkten dieses einzigartigen Hochmoores und bieten allerlei Ereignisse und Wanderungen dort an.

Das Haus lädt alle in sehr gemütliche getäferte Stuben ein, die, trotz der teilweise recht niedrigen Decken, sehr hell und einladend sind. Dies auch deshalb, weil sich alt und neu gekonnt durch die hohe handwerkliche Kunst der Bregenzerwälder Holzbauer zusammenfügt.

Auch die Küche führt die Tradition des Bregenzerwaldes weiter, sie ist aber trotzdem auch modern.

Wenn man die Speisekarte öffnet, fallen sofort die ganzen Produzenten und Lieferanten auf, die angeführt sind und für gute Produkte bürgen. Das Fleisch kommt vom Merinolamm oder dem Dexter-Rind. Die Moorwirte züchten die eigenen Moorschweine, ein Duroc-Schwein, die auch gekonnt in Szene gesetzt werden, so ein feines Sülzchen vom Moorschwein mit Krenmousse und Bärlauchkapern. Der Chef, Jürgen Hirschbühl, der in der Küche das Ruder in der Hand hat, lässt von seiner Frau Marlies ein Tomatenconsoumme mit Topfen-Basilikumnockerl oder ein Moorschweinrücken mit Schalottenhaube, Speckpfifferlingen und Tomaten-Bohnensalat servieren. Der Tafelspitz vom Dexter-Rind mit Blattspinat und Bratkartoffeln ist genauso ein Klassiker wie die große Käseauswahl mit einem Glas Beerenauslese zum Schluss. Einem Gemälde ähneln die Teller mit Bauernjogurt mit karamellisierten Nüssen und Tannenhonig oder die Pavlova mit Vanille, Erdbeere – Rhabarber und Eis. Das Eis ist natürlich hausgemacht und wird von einer großen Auswahl an Edelbränden begleitet.

Die Weinauswahl ist groß, wobei auch viele davon im Offenausschank kredenzt werden.

BioHotel Schwanen Bizau

6874 Bizau, Kirchdorf 77,  Tel. +43 (0) 5514 2133
www.biohotel-schwanen.at; emanuel@biohotel-schwanen.com

Die wilden Weiber regieren im Biohotel Schwanen in Bizau die Küche. Die Mutter des Wirtes Emanuel Moosbrugger, Antonia, kocht mit kräftiger Unterstützung von Franziska Hiller hervorragende und raffinierte Speisen, ohne auf Althergebrachtes zu vergessen. Wie schon der Name verrät, wird sehr viel Wert auf gesamtheitliches und gesundes Essen gelegt, und dies alles Bio.

Das Hotel wurde vor einigen Jahren generalsaniert und mit natürlichen Materialien errichtet. Im Bregenzerwald kam da viel Holz zum Einsatz, gekonnt eingesetzt, vor allem in den alten gemütlichen und getäferten Stuben. Hier wurde der Spagat zwischen alt und neu hervorragend geschafft. In den Stuben und im Garten trifft man auf Hausgäste und Tagesgäste, manch einer auch zur Fastenkur in diesem auf Gesundheit ausgelegten Hotel.

Die Küche ist sehr saisonal und regional orientiert, es finden sich viele schmackhafte und gesunde Gerichte. Manch einer reist sogar extra für die hervorragenden und flaumigen Käsknöpfle mit Dinkelmehl an. Man kann ein gepflegtes Mahl mit einem Marinierten Kalbskopf mit Goji Beeren und Gremolata oder einer Frischkäse-Radieschen Suppe beginnen, anschließend bietet sich Polenta Cannelloni mit Kräuter-Seitling und Spargel an, oder Buchweizen Knödele mit warmem Tomatensalat an. Wer Fleisch will, bekommt dies von einheimischen Lieferanten, so ein Lammnüssle in Salbeimilch pochiert mit Gerstelgemüse und Senf-Kren Schaum oder ein Bachforellenfilet mit Kohlrabi. Abschließen kann man mit hervorragenden selbstgemachten Eis oder Sorbet mit Himbeere, Zitrone, Rose und Enzian.

Der Weinkeller ist gut sortiert und es stehen auch etliche Weine im Offenausschank zur Verfügung. Wer ein kühles Bier möchte, findet ein Egger Biobier (Brauerei Egg im Bregenzerwald).

Als Abschluss bekommen die Gäste noch Glückskekse nach Hildegard von Bingen mit auf den Weg.

Wirtshaus Taube

6861 Alberschwende, Hof 9,
Tel. +43 (0) 5579 4202
www.taube.at; wirtshaus@taube.at

Kommt man vom Rheintal in den Bregenzer Wald, trifft man in Alberschwende am Kirchplatz auf das traditionelle Wirtshaus Taube. Hier trifft man die Einheimischen nach getanem Tagwerk, aber auch zahlreiche Durchreisende und Touristen. Im Sommer sitzt man am Kirchplatz und kommt mit den vorbeigehenden Einheimischen schnell ins Gespräch, auch bleibt der eine oder andere auf ein Bier stehen.

Das Haus ist traditionell, mit schöner Schindelfassade, mit den Blumen und den gemütlichen Stuben, lang gelebte Tradition mit immer wiederkehrenden modernen Elementen.

Lothar und Helene Eiler beziehen ihre Produkte aus der Nähe, von heimischen Landwirten oder Produzenten, und sogar einige Produkte aus dem eigenen Garten.

Da das Wirtshaus als Käsewirt ausgezeichnet ist, erwarten Sie hier Leckereien wie original Bregenzerwälder Kässpätzle mit hausgemachtem Apfelmus, eine Bregenzerwälder Käserahmsuppe oder ein Carpaccio vom Rindfilet an Spänen vom Bregenzerwälder Bergkäse mit Pesto. Aber auch gebratene Scheiben von der Bramata-Palatschinkenroulade an Rahmwirsinggemüse, Medaillons vom Schweinsfilet mit hausgemachten Maronikroketten oder eine prall gefüllte Wälderplatte munden hervorragend. Je nach Saison werden auch ein leckeres Wildragout oder Spargel- und Kürbisgerichte serviert. Durch die Nähe zum Bodensee findet man auch etliche Fischgerichte auf der Karte, aus dem Rheintal stammt der Riebel. Die Käseauswahl ist sehr groß, regional und von hervorragender Qualität, mit schwarzen Nüssen und Chutney. Käse findet man auch in manch einer Nachspeise, so findet man auch Frischkäsetiramisu oder ein Sigparfait immer wieder auf der Karte.

Die Weine kann man auch im Offenausschank oder abends in der Weinbar im Keller oder im Gastgarten genießen.

Der große Festsaal wird auch gerne für verschiedene Anlässe und Bälle gebucht.

Hotel Gasthof Krone

6952 Hittisau, Am Platz 185,  Tel. +43(0)5513 6201
www.krone-hittisau.at

Wer nach Hittisau kommt, sieht am Kirchplatz das schöne geschindelte und traditionelle Hotel Gasthof Krone. Kommt man in die Innenräume im ersten Obergeschoss, verblüfft der sehr gekonnt in Szene gesetzte neue Ausbau des Vorarlberger Architekten Bernardo Bader. Dieser hat die Räume in einem komplett neuen Licht erstrahlen lassen, mit sehr ansprechenden stilistischen Elementen, wie das beleuchtete Weinregal als Wandelement. Trotz des modernen Umbaus wird die Tradition des Holzbaus für alle spürbar. Die Terrasse öffnet sich zum Platz und bietet duch ihre erhöhte Anordnung sehr gute Ausblicke auf das Geschehen im Ort.

Dietmar und Helene Nussbaumer als Hausherren führen das Hotel und Gasthaus in gekonnter Manier. Die Gerichte sind leicht und bekömmlich, die Küche modern und doch mit einer gewissen regionalen Verbundenheit. Die Weinkarte ist gut und übersichtlich. Aus der Küche kann man die Räucherforellenmousse und Fischpflanzerl mit Sauerrahm-Schnittlauchsauce, den Kalbstafelspitz mit Rucola und Pinienkerne oder die Liebstöcklschaumsuppe als Vorspeise empfehlen. Auch ein Bregenzerwälder Bergkäseküchle mundet auf jeden Fall. Die geschmorten Bäckle und rosa Filet vom Schwein werden mit Polenta und Thymianbohnen kombiniert, die Sibratsgfäller Forelle im eigenen Sud gegart und mit Butter und Kartoffeln serviert. Als Abschluss mundet besonders ein Lavendel-Pannacotta oder die gebrannte Joghurtchreme.

Dazu findet sich eine reiche Auswahl an heimischen Schnäpsen.

Restaurant S´Schulhus

6942 Krumbach, Glatzegg 58, Tel. +43 (0)5513 8389
www.schulhus.com

Die Tatsache, dass das Schulhus 2015 als einziger Vorarlberger Betrieb die seltenen Wildfangfische aus den kristallklaren Salzkammergut-Seen der Österreichischen Bundesforste beziehen durfte, kommt einer Auszeichnung gleich. Sicherlich und bei weitem nicht die erste, die Gabi und Herbert Strahammer für ihre Bemühungen regionaler Bregenzerwälder Küche erhalten haben.

Seit Jahren setzt sich das Wirte-Paar für den Erhalt und die Förderung der besonderen, direkt hinter dem Haus liegenden Moore ein. Gemeinsam mit Gleichgesinnten errichteten sie inmitten des Moors den sogenannten Moorraum, gleichermaßen ein Genuss- und Rückzugsort

Alpengasthaus „Edelweiss“

6883 Egg, Öberle 347, Alpe Öberle, Tel. +43 664 4324840
www.alpengasthaus-edelweiss.at

Es gibt ihn wirklich noch, den Geheimtipp. Wer eine etwas mühsame Anfahrt auf sich nimmt, wird im Edelweiss mehrfach belohnt. Im wahrsten Sinne des Wortes mitten in den herrlichen Bergen des Bregenzerwaldes liegt die Alpe Öberle am Fuße des imposanten Berges „Kanisfluh“. Seit über 100 Jahren steht hier ein stattliches Gasthaus, das an diesem Ort nicht erwartet wird. Die Zufahrt zwischen Au und Damüls ist nicht leicht, eine große Hinweistafel auf der rechten Fahrbahnseite weist zum Gasthaus. Eine lange Kiesstraße führt in das Paradies. Das Haus wurde vor kurzem von Stefanie Diem und Marco Zechner übernommen. Es erlebte eine gründliche und liebevolle Generalsanierung. Das Ergebnis ist auch architektonisch sehr gelungen. Besonders Wert wird auf Regionalität und Nähe zum Produzenten gelegt.

Die Speisekarte ist entsprechend der Alpumgebung rustikal, trotzdem sehr Slow Food. Beginnen wir mit einer Bregenzerwälder Käserahmsuppe mit Schwarzbrotcroutons. Gehen dann zum Wälder Ziegenkäsesalat mit Honig. Bei den Hauptspeisen fallen die Älplerpfanne (Schweinemedaillons mit Spätzle, Waldpilzsauce und Bergkäse gratiniert) sowie Grammel- und Selchknödel mit Sauerkraut ins Auge und in den Mund. Ein deftiges Sennerrösti mit Speck, Käse und Spiegelei von glücklichen Hühnern wartet genauso auf die Gäste wie ein klassisches Rindsgulasch mit Spätzle und „Obere Wildburger“ vom Hirsch und Reh mit Pressknödel und Rotkraut. In einem Alpengasthaus dürfen die Bregenzerwälder Kässpätzle nicht fehlen. Auch die Jausenkarte bietet etwas: Kräuter-Kaminwurz oder ein gut gereifter Alpkäse oder Flammkuchen. Für Süßspeise-Fans  gibt es hausgemachten Apfel- und Topfenstrudel oder einen frischen Kaiserschmarren mit Apfelmus.

Die Weinkarte ist typisch österreichisch mit einigen sehr guten Tropfen. Als Abschluss bietet sich ein „Schnäpsle“ an, so z.B. ein Obstler, der berühmte Alpen-Enzian oder die Vorarlberger Spezialität, der Subirer. Hervorzuheben ist auch das reichhaltige Angebot an Teesorten.

Und wer noch will, kann in den oberen Stockwerken in originell ausgestatteten Zimmern (Teilweise mit eigener Sauna!)  die Nacht verbringen.