Kulinarische Empfehlungen Bezirk Feldkirch

Magma

6800 Feldkirch, Schmiedgasse 12, Tel.: +43 (0)5522/ 322 55
www.koestliches.at

Erst vor wenigen Monaten eröffnete Erwin Kaspar sein kleines Restaurant inmitten der Feldkircher Altstadt. Lange hat er gemeinsam mit seinem Koch René Dreier und dem restlichen Team am perfekten Konzept gearbeitet. Seit dem ersten Tag ist das Haus gut besucht, was zum einen an der kreativen Küche Renés liegt, aber auch an der gelungenen Mischung aus Café und kleinem Restaurant mit angeschlossenem Laden. Der Name des Lokals bezieht sich nicht auf die Masse unter der Erdkruste, sondern stammt vom Vorarlberger Ausdruck für „mag man“.
Die Menüs gibt es auch als Take-away für die Mittagspause. Beispielsweise gelbes Übersaxner Puten-Gemüse-Curry mit Reisnudeln oder gebratenen Tomatensalat mit getrockneten Feigen. Hervorragend auch das kurz gebratene Kalbsscherzel auf geschmortem Kartoffelgemüse mit Salat. Die Zutaten kommen selbstverständlich weitestgehend aus der Region, wo immer möglich auch in Bioqualität. Beispielsweise die Beeren für die kleinen Biskuittörtchen und Cheesecakes.
Im angeschlossenen „Lädele“ findet man Spezialitäten aus aller Welt, aber auch
Köstlichkeiten aus Renés Küche wie Chutneys zum Mitnehmen.

Das Ill

6800 Feldkirch, Vorstadt 12+14,  Tel.  +43 (0)5522 24732
www.das-ill.at

Genießer sind ungerecht. Österreich leidet unter einem Gastronomiesterben und dennoch löst nicht jede Neueröffnung Jubelschreie aus. Argwöhnisch wird geprüft, ob das neue Haus nicht nur in Sachen Qualität, sondern auch in seiner Haltung gegenüber den Produkten und der Umwelt Zeichen setzt.

Anna Schuster und Oliver Fleisch können diesbezüglich aufatmen. Zu Recht wurden sie 2015 mit ihrem neuen, kleinen Lokal am Rande der Feldkircher Altstadt wohlwollend aufgenommen. Das Lokal liegt malerisch an der Ill gelegen und bietet neben leichten Mittagsmenüs auch eine umfassende und durchdachte Abendkarte. Ein dichtes Netz an regionalen Lieferanten sorgt dafür, dass Garnelen und Co keinen Platz auf der Speisekarte brauchen.

Hotel Gutwinski

6800 Feldkirch, Rosengasse 4-6, Tel. +43 (0)5522 72175
www.gutwinski.cc

Wer längere Zeit nicht mehr in Feldkirch war vermutet unter dem Namen Gutwinski wahrscheinlich ein neues In-Lokal. Dabei handelt es sich um eines der ältesten und etabliertesten Hotels der Stadt, die ehemaligen Alpenrose.

Klemens Banas, der Enkel der früheren Chefin Rosi Gutwinski, hat das Hotel von ihr übernommen. Neben einer Komplettrenovierung hat er auch den Namen des Hotels geändert. Die Grand Dame des Hauses, die so eng mit der Geschichte des Erfolgs des Betriebs verbunden ist, bekommt so eine gebührende Ehrung.

Landgasthaus – Hotel „Schäfle“

6800 Feldkirch-Altenstadt, Naflastraße 3
Tel.: +43 (0)5522 72203
www.schaefle.cc

Die Geschichte dieses weit über die Grenzen bekannten Landgasthauses ist sehr lang. Bereits vor 300 Jahren gab es an dieser Stelle ein Wirtshaus, sicherlich noch in einfacherer Ausführung. Aber Bier war immer schon ein wichtiges Thema. Vor vielen Jahren wurde das Bier noch im eigenen Keller gebraut. Heute sieht man dies am besten bei einer Besichtigung des reichhaltigen Weinkellers. Aber zuerst zur Küche: Küchenchef Christof Marte, der schon in vielen guten Häusern gearbeitet hat, und sein Küchenteam  beweisen, dass sie vom Fach etwas verstehen. Starten wir mit einer klaren Tafelspitzsuppe mit Kräuterflädle (wie in Vorarlberg die Frittaten bezeichnet werden) oder mit Leberspätzle. Das Angebot im Fleischbereich ist enorm. So der legendäre Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffel und Speckbohnen. Oder der Kalbstafelspitz mit Spinat und Kartoffel. Auch gut ist das Kalbsrahmgulasch vom Ländle-Kalb mit Serviettenknödel. Bei den Innereien dürfen die Kalbsleber geröstet mit Rösti oder Reis sowie das Rahmbeuschel nicht fehlen. Eine seltene Speise ist die geräucherte Schweinebacke mit Rollgerste und Pfifferlingen. Ein gutes Vorarlberger Gasthaus hat die Leibspeise der Vorarlberger, die Käsknöpfle mit Kartoffelsalat, auf der Karte, so also auch das Schäfle.  Das Zanderfilet mit Kirschrisotto und jungen Fisolen ist genau so raffiniert wie der Rehrücken mit Topfenknödel und Zweierlei von der Sellerie. Wo gibt es noch die leckeren „Salzburger Nockerl“? Hier! Auch die frischen Marillenknödel mit Schwarzbrotbrösel sind nicht zu verachten. Einen besonderen Hinweis verdient das große, affinierte Käsesortiment mit dem hausgemachten Nussbrot.

Der junge Wirt Christoph Fulterer, der von seiner Mutter und Seniorchefin Edith Fulterer massiv unterstützt wird, pflegt im nahe gelegenen Ardetzenberg einen der wenigen Weinberge in Vorarlberg. Ca. 4000 Flaschen sehr guten Rivaners (Müller-Thurgau) gibt der Weinberg her. Natürlich kann dieser im Schäfle gekostet werden. Vor allem zu Fisch oder hellem Fleisch ein spritziger Genuss. Ein sehr schöner Gastgarten wartet bei schönem Wetter auf die Gäste. Als Abschluss eines guten Essens kann der hauseigene Tresterbrand empfohlen werden.

Tipp: Die sehr schöne mittelalterliche Altstadt Feldkirch lädt zum Bummeln ein und ist ca. 4 km vom Gasthaus entfernt. Vor allem auch das neu gestaltete Schattenburg-Museum oder der kostenlose Besuch des Wildparkes auf dem Ardetzenberg, der zum schönsten Europas zählt, sind Besuche wert.

Café Konditorei Zanona

6800 Feldkirch, Montfortgasse 3, Tel. +43(0)5522 73635
www.zanona.at

Freunden österreichischer Süßspeisen ist allein das Grund genug, eine Konditorei in einen Slowfood Gasthausführer aufzunehmen. Machen Mohr im Hemd, Palatschinken  oder Germknödel nicht nur ungemein glücklich, sondern auch satt genug, um locker als Hauptspeise durchzugehen.

Insofern hat das Zanona in Feldkirch nicht nur deshalb die besten Gründe, als Gasthaus geadelt zu werden. Das kleine Kaffeehaus inmitten der malerischen Altstadt von Feldkirch hat darüber hinaus eine ganz besondere Speisekarte vorzuweisen. Mittags sind es genauer genommen nur kleine, liebevoll von Hand geschriebene Zettel, die auf den Tischen die jeweiligen Dreigangmenüs (eines immer vegetarisch) ankündigen.

Dorfmitte

6842 Koblach, Werben 9
Tel. +43 (0) 5523 53135
office@dorfmitte.com; www.dorfmitte.com

Die „dorfmitte“ in Koblach liegt sehr zentral beim Veranstaltungssaal der Gemeinde. Somit ist bei größeren Veranstaltungen auch eine hervorragende gastronomische Betreuung garantiert. Das moderne Lokal wartet mit einer hervorragenden Küche auf, in der Franziska Gächter und Michael Mallin das Sagen haben. Michael ist immer auf der Suche nach lokalen Produzenten, die auch sämtliche bei ihm auf der Karte aufgelistet sind. Die Leidenschaft dafür ist auch im Gespräch mit ihm spürbar.

Im Sommer sitzen viele Leute auf der Terrasse und genießen auch mal nur ein hervorragendes Eis.

Empfehlenswert ist ein Bregenzerwälder Ziegenkäse im Speckmantel mit frischen Salaten an Himbeerdressing, sommerliche Salate an Balsamicovinaigrette mit sautierten Pfifferlingen und frischen Erdbeeren oder eine Pilzcremesuppe mit gebratenen Pfifferlingen und Brotcroutons. Munden tun rosa gebratene Koteletts vom Ländle Lamm mit Rahmpolenta und grünen Fisolen oder die fabelhafte geröstete Leber vom Bio Lamm mit Butterreis. Wer es weniger fleischig mag, kann mit Camembert gefüllte Risottobällchen im Pankomantel auf Tomaten – Paprikaragout genießen. Als krönenden Abschluss empfiehlt sich ein Vanilleparfait auf frische Erdbeeren oder ein selbstgemachtes Tartufo „Rum-Kokos“ mit Kokoseis, Rum und Sahne empfehlen.

Für das hausgemachte Eis nehmen viele Gäste bei warmem Wetter längere Strecken auf sich.

Die „dorfmitte“ bietet auch, aus Leidenschaft der Hausherren, eine reiche Auswahl an offenen Weinen, vor allem von kleinen und nicht so bekannten Winzern an.

Gasthaus Schäfle

6830 Rankweil, Sigmund-Nachbaur-Straße 14, Tel. +43(0)5522 44548
www.schaefle.com

„In Rankweil gehen die Uhren anders“ titelte Vorarlbergs größte Tageszeitung vor einigen Jahren, als sie sich dem auch im „Ländle“ um sich greifenden Gasthaussterben widmete. Gemeint ist die hohe Dichte an intakten und gut geführten Gasthäusern, die in dieser rund 11.000 Einwohner zählenden Gemeinde sich bis heute erhalten haben.

Eine wahre Institution ist hier das Schäfle. Günter Hämmerle hat sich ganz einer hochwertigen und dennoch bodenständigen Küche verschrieben. Mit Kreativität aber ohne Schnörkel interpretiert er klassische Vorarlberger Rezepte neu. Eine wichtige Informationsquelle ist ihm dabei das Kochbuch „Meine Küche“, von Fani Amann, der wohl wichtigsten Küchenmeisterin Westösterreichs im letzten Jahrhundert. Besonders beliebt ist der von ihr beschriebene „Nusspuding“. Locker und dennoch saftig.

Gasthaus-Hotel  „Mohren“

6830 Rankweil, Stiegstraße 17
Tel. +43 (0)5522 44275
www.mohren.at

Im Vorderland, so heißt diese Region, ist das Gasthaus „Mohren“ ein Begriff. Eine Gastronomie, wie man sie sich an manchen Orten wünschen würde. Mit viel Liebe und Fachlichkeit führen Elmar und Gerda Herburger, unterstützt von Tochter Michaela, dieses Haus. Die Einrichtung ist sowohl traditionell (z.B. Rankler-Stube) wie modern. Eine schöne Terrasse ladet zum Essen im Freien. Nicht zu vergessen der historische „Schopf“, der früher eine Getreidemühle war. Der Garten und das darin umhergehende seltene Federvieh sind das Hobby der Chefin. Ein Erlebnis!

Das Küchenteam mit Küchenchef Alge Matthias und Sous Chef Manfred Oswald legt viel Wert auf frische und saisonale Produkte. Man kann die Küche als typisch österreichisch bezeichnen. An Werktagen wartet immer ein feines Mittagsmenü auf die Gäste. Auf der Speisekarte, die je nach Saison aktualisiert wird, stehen viele Angebote mit Fleisch und Fisch, aber auch Vegetarier werden etwas finden. Mehrere Suppen und Vorspeisen sind unter den Startern. Beef Tartar vom heimischen Rindsfilet mit Zwerghuhn-Spiegelei aus eigener Zucht ist ebenfalls zu sehen, wie Saiblingsfilet vom Rahmschwangsee mit Blattspinat und Kartoffeln. Das Pfifferling-Ragout mit frischen Kräutern und Serviettenknödel und das legendäre Zürcher Rahmgeschnetzelte mit Rösti sind zu empfehlen. Bei den Innereien sind die geröstete Kalbsleber mit Butterreis und das Kalbsrahmbeuschel zu erwähnen. Bekannt ist die Küche auch für ihr Kalbsschnitzel mit Vlbg. Bergkäsekruste, Gemüse vom Markt und Butterknöpfle. Neben den klassischen Dessert-Angeboten, die immer wieder auf der Karte wechseln, ist auch der Vorarlberger Käseteller zu empfehlen. Hier noch ein kleiner Tipp: Bestellen Sie dazu den „Sura Käs“ eine absolute Landesspezialität.

Der Weinkeller beherbergt viele ausgezeichnete Tropfen, überwiegend aus Österreich, aber auch viele gute Italiener, Franzosen, etc. Zu erwähnen sind hier auch die guten Bodensee-Weine. Eine Weinkarte, die sich sehen lassen kann!

Gasthaus Rankweiler Hof

6830 Rankweil, Ringstraße 25, Tel. ++43 (0)5522 44113
www.rankweiler-hof.com

Es ist schön zu wissen, dass es in der Gemeinde Rankweil eine sehr lebendige und aktive Gastro-Szene gibt. Darunter auch viele sehr gute Restaurants. Eines davon ist sicherlich der „Rankweiler Hof“, der schon seit vielen Generationen denselben Zweck hat, nämlich Gäste zu verwöhnen. Über 300 Jahre hat dieses Haus „auf dem Buckel“. Nicht umsonst ist die Decke im Gastlokal unter Denkmalschutz. Das Ehepaar Vith führt dieses Gasthaus mit viel Leidenschaft und Fachwissen.

Weinhaus Gasthaus  „Rebberg“

6832 Röthis, Walgaustraße 41
www.rebberg.at

Man glaubt es fast nicht, aber Vorarlberg hat mehr Wein, als man vermutet. Gerade die Gemeinde Röthis im Vorderland zählt zu den Zentren dieses edlen Saftes. Vor der berüchtigten Reblaus-Seuche um 1900 herum war die gesamte Region ein Weinanbaugebiet. Vor diesem historischen Hintergrund entstand auch der Name dieses herrlichen Weinhauses „Rebberg“, denn der Weinkeller ist wirklich einzigartig.

Das Gasthaus selbst ist relativ jung, es wurde mit viel Liebe zum Detail vom Besitzer in einem alten Rheintalhaus in ein kleines, aber feines Restaurant umgebaut. Von außen ist das Gasthaus kaum als solches erkennbar, lediglich ein sehr kleiner Schild deutet auf das Innenleben hin. Dafür ist innen alles perfekt für ein urgemütliches Gasthaus. Zuerst kann aber ein Besuch des unteren Bereiches zu einem Apero empfohlen werden, wo ein sehr gut ausgestatteter Weinkeller wartet. Drei Gasträume schaffen im oberen Bereich für eine sehr gelungene, intime  Atmosphäre.